Vortrag: Kuriositäten, Obszönitäten, Krankheitsbilder? Die Darstellung Tätowierter zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Kuriositäten, Obszönitäten, Krankheitsbilder? Die Darstellung Tätowierter zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Schönfeldschen Sammlungen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Tätowierte in der euroamerikanischen Gesellschaft zumeist entweder Exoten aus fernen Ländern oder „Asoziale“, Seeleute oder „Zirkusmenschen“ ‑ Exoten aus der Nähe. Tätowierte wurden bei Vorführungen bestaunt, aber ansonsten stigmatisiert, aus der Öffentlichkeit vertrieben oder im 3. Reich umgebracht.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann auch der Hautarzt und Medizinhistoriker Walther Schönfeld seine Karriere. Er wurde bald zur Koryphäe für Syphillis und für Dermatologie. Parallel dazu begann er sich, für das für ihn eher kuriose und fremde, manchmal krankhafte, und aussterbende Phänomen Tätowierungen zu interessieren. In den folgenden Jahrzehnten fotografierte, sammelte und dokumentierte er Tätowierungen, ihre Träger und ihre Geschichte. Die Starktätowierten und reisenden „Zirkusmenschen“, die von der Zurschaustellung ihrer Körper lebten, übten dabei eine besondere Faszination aus.

In diesem Vortrag soll untersucht werden, wie die Sammlungen Schönfelds, seine zahlreichen Publikationen und auch seine persönliche Sicht das Bild von Tätowierungen mitprägten und evtl. auch veränderten.

DGV Tagung  „Wa(h)re Kultur“?, Wien, 14-17.09.2011

Panel 42: „Imaginationen und Wirklichkeiten. Reiseberichte und Archivmaterialien als Quellen kultur- und sozialanthropologischer Forschung.“

Panel 42: Freitag 16.Sept.2011, Workshop Teil 1: 12.00 bis 13.30 Uhr

Neues Institutsgebäude (NIG) der Universität Wien, Universitätsstr. 7, 1010 Wien

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einige wenige Workshops finden hier statt:

Institut für Soziologie (Soz) der Universität Wien, Rooseveltplatz 2, 1090 Wien

Homepage des Instituts

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