Fürs Leben Gezeichnet

Tätowierungen erzählen oft Geschichten. Sie verraten viel über den Träger – und sein Leben. Sie erzählen von Moden, Gruppenzugehörigkeit, Bekenntnissen oder auch von besonderen Ereignissen. Vor allem Gefängnis-Tätowierungen galten lange Zeit als eine klare Botschaft. Ihre Träger hatten sich einerseits selbst stigmatisiert und grenzten sich sichtbar für’s Leben von der restlichen Gesellschaft ab. Andererseits gab ihnen die Gesellschaft auch kaum eine Chance jemals wieder in der Gesellschaft anzukommen. Die Peckerln waren jedoch auch ein Moment der Freiheit in der beschränkten und durchreglementierten Welt der Häfn. Sie waren eine kleine Möglichkeit der Rebellion. Die Folgen der Tattoos jedoch waren für das ganze Leben vorgezeichnet. Seit längerer Zeit schon ist die Tradition der Knast-Tätowierungen im Aussterben begriffen.

Der Fotograf Klaus Pichler hat sich auf ihre Spuren begeben. Über sieben Jahre recherchierte und fotografierte er, um diese Tradition zu erforschen und zu dokumentieren.

In seinem Bildband „Fürs Leben gezeichnet“ gibt er einen Einblick in diese fremde Welt der Gefängnisse, der Häfn-Peckerln und ihrer Träger. Dafür hat er rund 150 ehemalige Inhaftierte portraitiert. Ihr Leben und ihre Geschichten sind untrennbar mit ihren Tätowierungen verbunden. In „Fürs Leben gezeichnet“ lässt Klaus Pichler sie durch ihre Peckerln und mit ihrer eigenen Stimme zu Wort kommen.

Mehr dazu im aktuellen „Augustin. Das Erste Österreichische Boulevard-Magazin“ (#309/2011).

 

Klaus Pichler

Fürs Leben gezeichnet

Gefängnistätowierungen und ihre Träger

Fotohof edition

Preis: 29 €

Advertisements